Michael Mattis

Im Interview mit David Müller (Business Unit Director PCG DACH x Development)

Im Interview mit David Müller (Business Unit Director PCG DACH x Development)

Die Public Cloud Group (PCG) ist bekannt für ihre umfassende Unterstützung von Unternehmen bei ihrer gesamten Cloud Journey durch den Einsatz von Public Cloud-Lösungen. Als erfahrener Partner der führenden Hyperscaler – Amazon Web Services, Google und Microsoft – bietet die PCG unabhängige Beratung und hält die höchsten Auszeichnungen dieser Anbieter.

Die PCG unterstützt Unternehmen nicht nur bei der Implementierung und Optimierung von Cloud-Infrastrukturen, sondern auch in wichtigen technologischen Bereichen wie Data & AI, Security, Cloud-native Development und SAP Cloud Services. Mit über 400 Cloud-Experten an verschiedenen Standorten in Europa betreut die PCG mehr als 1150 Kunden, darunter renommierte Namen wie Allianz, Burger King, Generali und HelloFresh.

David Müller leitet als Business Unit Director die Abteilung PCG DACH x Development und bringt umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung und Modernisierung skalierbarer, cloud-nativer Anwendungen auf AWS, Microsoft Azure und Google Cloud mit. Neben seiner Tätigkeit bei der PCG ist er auch Lehrbeauftragter an der Hochschule Darmstadt für "Advanced Web Development". In früheren Rollen hat er eine Software-Entwicklungs-Firma erfolgreich von 2 auf 100 Kollegen ausgebaut und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Im Interview spricht David Müller darüber, wie Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihre Legacy-Systeme in die Cloud zu migrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er erläutert, wie die PCG Unternehmen dabei unterstützt, die richtige Entscheidung zwischen der Modernisierung bestehender Anwendungen und der Neuentwicklung zu treffen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Steigerung der Agilität, der Senkung von Kosten und der Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist der "Development-Team-as-a-Service"-Ansatz der PCG. Dieser innovative Ansatz hilft Unternehmen, Kapazitäts- oder Know-how-Engpässe in ihrer internen IT zu überwinden. Zudem geht David Müller darauf ein, wie die PCG insbesondere unabhängige Softwarehersteller (ISVs) bei der Migration ihrer Lösungen in die Cloud unterstützt und ihnen dabei hilft, neue Geschäftsmodelle wie SaaS zu entwickeln.

Freuen Sie sich auf ein spannendes und aufschlussreiches Interview mit einem der führenden Experten im Bereich Cloud-Development und erfahren Sie wertvolle Einblicke in die Zukunft der Cloud-Transformation!

Silicon Valley Europe: Herr Müller, können Sie uns einen kurzen Überblick über die Public Cloud Group (PCG) und ihre Mission geben und insbesondere die Frage beantworten, was die PCG von anderen Cloud-Dienstleistern auf dem Markt unterscheidet?

David Müller: Die Public Cloud Group (PCG) unterstützt Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation durch den Einsatz von Public-Cloud-Lösungen.

Wir positionieren uns mit einem Portfolio, das darauf ausgerichtet ist, Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und Branche auf ihrer Cloud Journey zu begleiten, 

Als erfahrener Partner der drei relevanten Hyperscaler (Amazon Web Services (AWS), Google Cloud und Microsoft Cloud) hält PCG die höchsten Auszeichnungen der jeweiligen Anbieter und berät Sie als unsere Kunden in Ihrer Cloud Journey unabhängig.

Was uns von anderen abhebt, ist, dass unsere Kunden neben einem breiten Portfolio auf das Wissen von über 500 Cloud-Experten zugreifen können. Zusammenarbeiten mit der PCG meint Zusammenarbeiten mit einem führenden Technologieunternehmen mit einer klaren technischen Vision. Wir sind der Cloud Partner in Europa und bieten unsere Kunden durch unsere kombinierte Cloud Expertise alle Lösungen aus einer Hand. 

Silicon Valley Europe: Welche Aspekte der Cloud Journey deckt die PCG ab und wie unterstützen Sie Unternehmen in diesen Phasen?

David Müller: Die PCG bietet eine 360°-Perspektive auf die gesamte Cloud Journey. Das bedeutet, die PCG begleitet Unternehmen in jeder Phase ihrer Cloud-Transformation, von der Strategieentwicklung über die Implementierung bis hin zum laufenden Betrieb.

Mit 100% Fokus auf Public Cloud werden Lösungen auf allen relevanten Hyperscalern angeboten.
Die PCG unterstützt Unternehmen in den Bereichen Cloud-Strategie, Cloud-Sicherheit, Cloud-Entwicklung, Modern Workplace, Migration, Beratung, Data & AI sowie Managed Services. Dabei bietet sie sowohl strategische Beratung als auch praktische Umsetzungsunterstützung und übernimmt auf Wunsch auch den laufenden Betrieb der Cloud-Infrastruktur.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz ist die PCG ein idealer Partner für Unternehmen, die ihre Cloud-Transformation erfolgreich gestalten möchten.

Silicon Valley Europe: Können Sie uns bitte etwas mehr über die spezifischen technologischen Fokusthemen wie Data & AI, Security und Cloud-native Development erzählen?

David Müller: Die Bereiche Data & AI, Security und Cloud-native Development sind die Bereiche, in denen sich die Cloud am meisten entwickelt. Daten bilden die Grundlage für neue Ideen. Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es uns, Dinge schneller zu erledigen und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Zur Nutzung dieser neuen Technologien werden maßgeschneiderte Anwendungen entwickelt. Diese können sowohl für die Entwicklung neuer Geschäftsideen als auch für die Modernisierung bestehender Anwendungen verwendet werden.

Die Cloud ermöglicht es, innovative Lösungen schnell und einfach umzusetzen. Es wird stets darauf geachtet, dass die Daten und Anwendungen sicher sind.

Die PCG unterstützt Unternehmen dabei, das Beste aus der Cloud zu holen und sich im Wettbewerb zu behaupten.

Silicon Valley Europe: Die PCG betreut über 1150 Kunden, darunter bekannte Namen wie Allianz, Burger King und HelloFresh. Können Sie uns eine Erfolgsgeschichte oder ein besonderes Projekt nennen, das die PCG kürzlich abgeschlossen hat und auf das sie vielleicht selbst auch ein bisschen stolz sind? 

David Müller: Ein herausragendes Projekt, das unsere Expertise im Bereich Cloud-Transformation verdeutlicht, ist die Zusammenarbeit mit Innoface, einem unabhängigen Softwareanbieter (ISV). Wir begleiteten Innoface bei der strategischen Neuausrichtung des Geschäftsmodells, indem wir ihre bestehende On-Premise-Anwendung in ein zukunftsfähiges Cloud-natives Software-as-a-Service (SaaS)-Modell überführten.

Im Zuge dieser ganzheitlichen Transformation implementierten wir eine skalierbare Cloud-Infrastruktur, die auf modernsten Microservices und AWS-Technologien basiert. Durch die Migration in die Cloud konnte Innoface nicht nur neue Umsatzströme durch wiederkehrende Abonnements generieren, sondern auch die Agilität und Flexibilität des Unternehmens signifikant steigern.

Die erfolgreiche Implementierung dieses Projekts unterstreicht unsere Kompetenz in der Konzeption und Umsetzung komplexer Cloud-Transformationsprojekte und unsere Fähigkeit, Unternehmen bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und der Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.

Silicon Valley Europe: Was sind die häufigsten Herausforderungen, denen Ihre Kunden im Bereich Cloud Development gegenüberstehen, und wie helfen Sie ihnen, diese zu überwinden?

David Müller: Eine häufige Herausforderung für unsere Kunden sind veraltete Anwendungen. Diese wurden oft intern entwickelt und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Stabilität und Skalierbarkeit. Zudem sind sie häufig wartungsintensiv.

Um diese Herausforderungen zu meistern, beginnen wir mit einer umfassenden Bestandsaufnahme der bestehenden Systeme. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden eine strategische Zielsetzung und entwickeln einen pragmatischen Plan, um den größtmöglichen Geschäftswert zu erzielen. Dabei unterstützen wir den Kunden bei jedem Schritt des Weges in die Cloud, um sicherzustellen, dass die Transformation reibungslos und erfolgreich verläuft.

Silicon Valley Europe: Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Legacy-Systeme in die Cloud zu migrieren. Welche Faktoren sollten Unternehmen bei der Entscheidung zwischen der Modernisierung bestehender Anwendungen und der Neuentwicklung berücksichtigen?

David Müller: Die Entscheidung zwischen Modernisierung und Neuentwicklung von Legacy-Systemen bei der Cloud-Migration hängt von verschiedenen Faktoren ab - vor allem von der Zukunftsfähigkeit der gewählten Technologie und der Cloud-Readiness.

Wenn die bestehende Software beispielsweise auf veralteten Programmiersprachen oder nicht mehr unterstützten Frameworks basiert, kann eine Modernisierung sinnvoll sein. Dabei können Teile der Software wiederverwendet werden, während andere Teile neu entwickelt werden müssen.

Ist die Technologie jedoch noch aktuell und die Software grundsätzlich Cloud-fähig, kann eine Migration mit wenigen Anpassungen erfolgen. Durch die Nutzung von Microservices und Containern lässt sich die Software modularisieren und skalieren, um die Vorteile der Cloud voll auszuschöpfen.

Die PCG unterstützt Unternehmen bei der Entscheidungsfindung und Umsetzung. Wir beginnen mit einer umfassenden Analyse der bestehenden Systeme und erarbeiten gemeinsam mit dem Kunden eine individuelle Strategie. Dabei berücksichtigen wir sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte, um den größtmöglichen Nutzen aus der Cloud-Migration zu ziehen.

Häufig stehen wir vor der Herausforderung, dass die Legacy-Systeme unserer Kunden nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Sie sind oft unsicher, instabil und schwer zu warten. Durch eine gezielte Modernisierung oder Neuentwicklung können wir diese Probleme lösen und die Systeme fit für die Cloud machen.

Silicon Valley Europe: Welche Vorteile sehen Sie in der Migration von Legacy-Systemen in die Cloud?

David Müller: Die Migration von Legacy-Systemen in die Cloud bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Unternehmen profitieren von einer nahezu unbegrenzten Skalierbarkeit, da die Cloud-Ressourcen flexibel an den Bedarf angepasst werden können. Zudem ermöglicht das "Pay-as-you-go"-Modell eine kosteneffiziente Nutzung, da nur die tatsächlich genutzten Ressourcen bezahlt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die gesteigerte Arbeitgeber-Attraktivität. Durch den Einsatz moderner Cloud-Technologien wird das Unternehmen für qualifizierte Fachkräfte attraktiver. Gleichzeitig erhöht die Cloud-Migration das Sicherheitsniveau, da Cloud-Anbieter in der Regel über umfassende Sicherheitsmaßnahmen verfügen.

Durch die Automatisierung vieler Prozesse wird der Betrieb weniger personalintensiv, wodurch Ressourcen für andere Aufgaben frei werden. Wird die Migration von einer Modernisierung der Anwendungen begleitet, können zudem Kapazitäten, die bisher für nicht wertschöpfende Tätigkeiten wie Fehlerbehebung gebunden waren, für innovative Projekte genutzt werden.

Die Migration von Legacy-Systemen in die Cloud ermöglicht eine höhere Agilität, Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Sie bieten einen "Development-Team-as-a-Service"-Ansatz an. Können Sie uns erklären, wie dieser Ansatz funktioniert und welche Vorteile er für Unternehmen bietet?

David Müller: Unser "Development-Team-as-a-Service"-Ansatz ist eine flexible Lösung für Unternehmen, die ihre Anwendungen in die Cloud migrieren möchten, aber nicht über das erforderliche Know-how im eigenen Entwicklungsteam verfügen oder unter Zeitdruck stehen.

Dabei stellen wir ein Team aus erfahrenen Cloud-Experten zur Verfügung, das eng mit den Entwicklern des Kunden zusammenarbeitet. Dieses gemischte Team ermöglicht eine schnelle und effiziente Umsetzung des Projekts, während gleichzeitig das Wissen über Cloud-Technologien an das interne Team weitergegeben wird.

Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile:

  • Beschleunigte Umsetzung: Durch die zusätzliche Expertise und Kapazität kann das Projekt schneller abgeschlossen werden.
  • Wissenstransfer: Die Zusammenarbeit mit unseren Experten ermöglicht einen kontinuierlichen Wissenstransfer, sodass das interne Team langfristig von den neuen Fähigkeiten profitieren kann.
  • Flexibilität: Der Umfang des Teams kann je nach Bedarf angepasst werden, um den spezifischen Anforderungen des Projekts gerecht zu werden.
  • Risikominimierung: Durch die enge Zusammenarbeit und den Wissenstransfer wird das Risiko einer Abhängigkeit von externen Dienstleistern minimiert.

Unser "Development-Team-as-a-Service"-Ansatz bietet eine effektive Möglichkeit, die Cloud-Transformation zu beschleunigen und gleichzeitig das interne Know-how zu stärken.

Silicon Valley Europe: Welche typischen Probleme lösen Sie mit diesem Service für Ihre Kunden?

David Müller: Mit unserem Development-Team-as-a-Service lösen wir für unsere Kunden hauptsächlich zwei Probleme: Kapazitätsengpässe und fehlendes Know-how.

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Cloud-Projekte zeitnah umzusetzen, da ihnen die nötigen Ressourcen fehlen. Unser Service stellt kurzfristig erfahrene Entwickler zur Verfügung, die das Team des Kunden unterstützen und so Engpässe beseitigen.

Gleichzeitig fehlt es vielen Unternehmen an spezifischem Cloud-Know-how. Unsere Experten bringen dieses Wissen mit und geben es im Rahmen der Zusammenarbeit an die Entwickler des Kunden weiter. So wird nicht nur das aktuelle Projekt erfolgreich umgesetzt, sondern auch die langfristige Kompetenz im Unternehmen gestärkt.

Silicon Valley Europe: Wie unterstützen Sie unabhängige Softwarehersteller (ISVs) bei der Migration ihrer Lösungen in die Cloud?

David Müller: Unabhängige Softwarehersteller (ISVs) profitieren von der Cloud, stehen aber oft vor Herausforderungen wie unzureichender Skalierbarkeit, veralteten Systemen und der Notwendigkeit, ihr Geschäftsmodell zu modernisieren. Gleichzeitig müssen sie ihr Know-how im Unternehmen behalten.

Unser Development-Team-as-a-Service-Angebot ist die Lösung: Wir unterstützen ISVs bei der Modernisierung ihrer Software und der Migration in die Cloud, während das Know-how im eigenen Team aufgebaut wird und das geistige Eigentum geschützt bleibt.

Wir analysieren die bestehende Software, entwickeln eine Cloud-Strategie, unterstützen bei der Modernisierung und Migration, teilen unser Wissen und bieten langfristige Unterstützung. So können ISVs die Vorteile der Cloud nutzen und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit bewahren.

Silicon Valley Europe: Können Sie Beispiele nennen, wie die Transformation bestehender Lösungen in ein SaaS-Modell neuen Geschäftsmöglichkeiten erschlossen hat?

David Müller: Ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Transformation einer bestehenden Lösung in ein SaaS-Modell ist unser Kunde Leasehub. Wir unterstützten Leasehub bei der Überführung ihrer veralteten Desktop-Software in eine moderne, Cloud-basierte SaaS-Plattform. Durch diese Transformation konnte Leasehub sein Geschäftsmodell grundlegend erneuern und neue Märkte erschließen. Innerhalb weniger Monate gewann das Unternehmen eine beeindruckende Anzahl von Neukunden und revolutioniert seitdem den Leasingmarkt. Dieses Beispiel zeigt, wie die Migration in die Cloud und die Umstellung auf ein SaaS-Modell Unternehmen völlig neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen können.

Silicon Valley Europe: Lassen Sie uns zum Schluss noch ein bisschen über die aktuellen Trends sprechen. Welche sehen Sie in der Cloud-Entwicklung und -Migration für die kommenden Jahre?

David Müller: In den kommenden Jahren werden sich in der Cloud-Entwicklung und -Migration einige wichtige Trends abzeichnen.

Künstliche Intelligenz (KI) wird eine immer größere Rolle spielen. Sie wird nicht nur bestehende Anwendungen erweitern und modernisieren, sondern auch Entwickler bei der effizienteren Umsetzung unterstützen. KI-gestützte Tools und Plattformen werden den Entwicklungsprozess beschleunigen und die Qualität der Software verbessern.

Gut durchdachte Multi-Cloud-Strategien sind ein weiterer Trend. Unternehmen werden vermehrt auf mehrere Cloud-Anbieter setzen, um von deren unterschiedlichen Stärken zu profitieren und ihre Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter zu reduzieren. Dabei ist es wichtig, eine durchdachte Strategie zu entwickeln, um die Komplexität zu beherrschen und die Kosten im Griff zu behalten.

Deutschland steht  noch am Anfang der Cloud-Transformation. Es gibt noch viele ungenutzte Potenziale und Vorteile, die durch den Wechsel in die Cloud erschlossen werden können. Wir sind bereit, Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, das Beste aus der Cloud herauszuholen.

Silicon Valley Europe: Vielen Dank für das spannende Interview und den Einblick in ihre Arbeit.